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Brustkrebsvorsorge für Frauen – Viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr

Alles rund um Brustkrebs: Früherkennung, Vorsorgeuntersuchungen und Diagnosis

von Samra

11. Januar 2023 • 5 Min. Lesezeit

Drei Frauen mit einem Schild

Für jede Frau gibt es Hoffnung bei der Diagnose von Brustkrebs

Wenn das neue Jahr wieder an der Tür klingelt, wird es Zeit sich neue Ziele für die kommenden Monate zu setzen. Beliebte Neujahrsvorsätze, die wir alle mal hatten: Mehr Sport betreiben oder häufiger Reisen. Lasst uns aber dieses Thema nicht vergessen: Gesundheit. Wir wünschen jeden um uns herum Glück und Gesundheit im neuen Jahr. Doch dabei dürfen wir uns selbst nicht vergessen. Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge, daher solltest du dich mindestens einmal jährlich gründlich von Spezialisten durchecken lassen. Beispielsweise wird das Thema Brustkrebs in den Brustkrebsmonat im Oktober verbannt – Dabei ist das Thema unumgänglich für Frauen allen Alters. Brustkrebs ist die am häufigsten auftretende Krebsart bei Frauen. Um eine schwere Erkrankung vorzubeugen, helfen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Warum sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig?

Die Behandlungsmöglichkeiten und Chancen einer Heilung sind im Frühstadium am höchsten. Deshalb ist eine Früherkennung unerlässlich, um ein langes, gesundes Leben führen zu können. Außerdem beruhigen Vorsorgeuntersuchungen die psychische Gesundheit – Fragen wie „Was wäre, wenn …“ fallen weg.

Wann und wie oft gehe ich zur Brustkrebsvorsorge?

Untersuchungen sind für Frauen ab dem 30. Lebensjahr empfohlen. Die genaue Art und Häufigkeit der Untersuchung hängt vom Alter und von der eigenen Risikostufe ab. Die Faustregel ist sich einmal im Jahr beim Gynäkologen des Vertrauens untersuchen zu lassen. Dieser wird die Brüste und die Lymphknoten abtasten, um mögliche Geschwüre oder Knoten festzustellen. Diese können bösartig sein, müssen sie aber nicht. Das kann der Frauenarzt genau herausfinden und mit dir die weiteren Schritte besprechen.

Welche Untersuchungen gibt es?

Jede Frau in Deutschland hat das Recht, die Leistungen eines Frauenarztes in Anspruch zu nehmen und an der gesetzlich-kostenlosen Brustkrebsvorsorge teilzunehmen. Die entstehenden Kosten für die nötigen Untersuchungen werden durch die Krankenkassen übernommen. Abhängig vom Alter, können verschiedene Untersuchungen zur Früherkennung vorgenommen werden.

  • Abtasten der Brüste: Ab dem Alter von ca. 30 Jahren sollten die Brüste einmal jährlich abgetastet werden.

  • Mammographie-Screening: Ab dem Alter von ca. 50 Jahren ist jährlich oder zweimal jährlich ein Mammographie-Screening ratsam. Meistens lädt dich der Frauenarzt ein oder du erhältst einen Brief mit einem Terminvorschlag. Sonst heißt es: einfach nachfragen!

  • Ultraschalluntersuchungen: Kann als Ergänzung folgen, wenn der Frauenarzt das empfiehlt.

Wie taste ich meine Brüste ab?

Gesetzliche Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt können nicht ausgelassen werden. Trotzdem ist es wichtig, sich regelmäßig mit seinem Körper auseinanderzusetzen. Dazu gehört eigenes monatliches Abtasten der Brüste und Lymphknoten. Am besten sollte das am gleichen Tag jeden Monat erfolgen, da sich die Brüste wegen des Zyklus und Hormonen täglich anders anfühlen.

Übt mit den Fingern langsam leichten Druck auf Teile der Brust aus. Achtet auf Unregelmäßigkeiten: Fühlt sich die Brust anders an als im Vormonat? Fühle ich Knoten, Schwellungen oder Schmerzen beim Abtasten? Sind die Brustwarzen eingezogen oder hat sich die Hautstruktur verändert? Haben sich meine Lymphknoten vergrößert? Nicht jede Veränderung lässt automatisch auf Brustkrebs schließen. Bewahre Ruhe und mach einen Termin beim Frauenarzt aus, wenn du ungewöhnliche Veränderungen entdeckst.

Habe ich ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs?

Mit dem steigenden Alter erhöht sich das Risiko für Brustkrebs automatisch. Deshalb sind ärztliche Vorsorgeuntersuchungen für jede Frau wichtig.

Erhöhtes Risiko kann auch durch genetische Veranlagungen bestehen, wenn deine Familienmitglieder schon einmal mit Brustkrebs oder Eierstockkrebs diagnostiziert wurden.

Kinderlose Frauen haben auch ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs, wegen dem ständigen Einsatz von Hormonprodukten. Schwangerschaften, Stillzeiten und hormonfreie Verhütung senken das Brustkrebsrisiko. 

Frauen mit Diabetes Typ-2 haben ebenso erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Dein Gynäkologe kann dein Risiko eindeutig einschätzen und deshalb häufigere Untersuchungen vorschreiben. Tastuntersuchungen finden dann alle 6 Monate statt und es werden Mammographien oder zusätzliche Ultraschalluntersuchungen empfohlen.

Wie verhindere ich Brustkrebs? Risikofaktoren der Krebsart

Nicht jedes Risiko kann verhindert werden. Dazu gehörten das steigende Alter, genetische Veranlagungen, ein dichtes Brustgewebe, frühe Regelblutungen und ein später Beginn der Wechseljahre.

Jetzt zu den guten Nachrichten: Vieles liegt in deiner Hand! Folgende beeinflussende Faktoren erhöhen das Brustkrebsrisiko:

  • Alkohol und Rauchen

  • Ungesunde Ernährung

  • Übergewicht

  • Hormonprodukte (Pille, Spiralen)

Einen gesunden Lifestyle zu pflegen ist der beste Schutz für jegliche gesundheitliche Probleme. Dazu gehört regelmäßiger Sport und ausgewogene Ernährung. Versuche auf Genussmittel wie Alkohol und Rauchen zu verzichten.

Diagnose Brustkrebs – Was dann?

Jahrelange Untersuchungen und Mammographien und dann passiert es doch: Auffällige Untersuchungsbefunde werden zur Diagnose. Tausend Fragen schießen dir sicherlich durch den Kopf: Was passiert jetzt? Wie gehe ich damit um? Wie gut sind meine Heilungschancen? Wir begleiten dich Schritt für Schritt durch die Phasen deiner Diagnose:

Auffällige Befunde

Wenn du jährliche Mammographie-Screenings machst, triffst du das eine oder andere Mal auf auffällige Befunde. Zuerst heißt es Ruhe bewahren, denn nicht alle Veränderungen schließen auf Krebs. Veränderung könne Knoten oder Gewebeveränderung sein. Es gibt verschiedene Knotenarten, die aus Fettzellen, Drüsenzellen oder Bindegewebszellen verursachten werden. Diese sind oft nicht bösartig oder können bei der nächsten Monatsblutung sogar verschwinden. Rede auf jeden Fall mit deinem Frauenarzt über die Ergebnisse der Befunde. Dieser kann auch weitere Untersuchungen, wie Biopsien, empfehlen.

Der Tag der Diagnose

Schock, Trauer und Verzweiflung sind normale Gefühle. Nimm dir genügend Zeit, um darüber nachzudenken und dich zu informieren, was deine Diagnose für dein Leben bedeutet. Lehne dich an deine Familie und Freunde und hole dir von dort Unterstützung – du bist nicht allein.

Sammle Informationen über deine Diagnose

Wenn der erste Schock einmal vorbei ist, heißt es die vielen Fragen in deinem Kopf zu beantworten. Um die richtigen Informationen zu deiner Diagnose zu bekommen, solltest du dich an deinen Arzt wenden. Die Internetrecherche kann als zusätzliches Medium genutzt werden, aber einen Arztbesuch nicht ersetzen. Außerdem ist es ratsam, eine zweite Meinung einzuholen. Mache einen Beratungstermin bei einem anderen Frauenarzt aus und nimm deine Befunde mit. Damit verschaffst du dir Sicherheit für deine Diagnose und für Therapiemöglichkeiten.

Vorstufe Brustkrebs

Mikrokalk als Warnhinweis

Mikrokalk wird durch ein Mammographie-Screening erkannt. Der Kalk kann gutartig oder bösartig sein. Häufig weisen solche Einlagerungen auf eine frühe Form von Krebs hin. Dein Frauenarzt kann das genau beurteilen. Mit zusätzlichen Biopsien kann ermittelt werden, welche Art von Vorstufe vorliegt.

Arten von Vorstufen

Mit Mammographie-Screenings und zusätzlichen Biopsien kann ermittelt werden, welche Art von Vorstufe vorliegt.

  • Lobuläres Carcinoma in situ (LCIS): In dieser Vorstufe gibt es Krebszellen in den Milchdrüsen der Brüste. Erkannt wird dies durch Mikrokalk in dem Mammographie-Screening.

  • Ductales Carcinom in situ“ (DCIS): In dieser Vorstufe gibt es Krebszellen in den Milchgängen der Brüste.

Bei beiden Vorstufen gibt es gute Chancen auf eine vollständige Heilung, wenn die Krebszellen sich nicht in andere Körperteile verbreitet haben. Wie fortgeschritten die Vorstufe ist, kann der Frauenarzt herausfinden und passend dazu die richtige Therapie empfehlen.

Therapien gegen Brustkrebs

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, den Krebs zu beseitigen. Die Wahl der Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab: Der Krebsart, dem Stadium, deinem Gesundheitszustand und den eigenen Wünschen. Mögliche Therapien sind:

Operation

Erste Option: Wenn der Krebs klein ist, also der Krebs noch im Frühstadium entfernt wird, kann die Brust erhalten bleiben.

Zweite Option: Der Krebs und die Brust werden entfernt. Wenn die Patientin möchte, kann die Brust chirurgisch wieder aufgebaut werden. 

Bestrahlung

Die Bestrahlung wird gerne mit anderen Therapien verknüpft, um die Heilungschancen zu erhöhen. Die Brüste werden bestrahlt, sodass die Zellen absterben.

Ergänzende Therapien

Chemotherapien, Antihormon-Therapien und Antikörper-Therapien werden gerne gemeinsam oder ergänzend zu anderen Therapieformen eingesetzt. Zusammen haben diese bessere Heilungschancen. Außerdem verringern diese zusätzlichen Therapien die Möglichkeit, dass der Krebs wieder zurückkommt.

Deine beste Therapie wird dir von deinem Frauenarzt des Vertrauens vorgeschlagen, um den Krebs effektiv und langfristig zu beseitigen. Deshalb ist es wichtig, sich beraten zu lassen und genau herauszufinden, mit welcher Art von Therapie du die besten Chancen hast.

Mache jetzt einen Vorsorgetermin für das neue Jahr aus

Vorsorgeuntersuchungen sind die wichtigste Maßnahme, um frühzeitig Brustkrebs zu entdecken und beseitigen zu können. Deshalb raten wir zum neuen Jahr: Den Hörer greifen und den Frauenarzt nach einem Termin zu bitten. Solltet ihr gerade auf einen Befund warten oder bereits die Diagnose bekommen haben, können wir nur eins sagen: Wir wünschen dir viel Mut und Kraft. Wende dich an deine liebsten Menschen: Partner, Eltern, Kinder oder Freunde. Sie spenden dir neue Kraft und Freude, wenn es schwierige Zeiten gibt.


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